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[13.06.2019]Durchs Fenster ins Fontasialand


Ruppiner Tagesblatt/Märkische allgemeine Zeitung    13. Juni 2019

Durchs Fenster ins Fontasialand

Begegnungsort im Entstehen: Auf dem Braschplatz gestalten Künstlerinnen gemeinsam mit Neuruppinern ein begehbares Kunstobjekt

Von Malina Aniol

Neuruppin. Große gelbe Birnen liegen auf dem ausgetrockneten Gras des Braschplatzes und laden zum Seelebaumelnlassen ein. Auf der Bühne üben Kinder waghalsig das Einradfahren. Gegenüber steht ein aus Europaletten gebauter Pavillon. Rundum stehen große Skulpturen aus Weidengeflechten: Ein begehbares Buch, ein See, ein entstehender Gedanke. Diese literarische Landschaft bildet das Fontasialand.

Doch das an Fontane angelehnte Kunstprojekt ist noch im Werden. Nele Probst will einen Ort erschaffen, an dem sich jeder austoben und seiner Fantasie freien Lauf lassen kann. Die ersten Gedanken der Künstlerin, als sie sich für das Kinder- und Jugendfestival „Querfelddrei“ bewirbt; „Wow, wow, wow, was für ein Platz! Vielleicht schaff ich das aber auch gar nicht“, erzählt sie. „Aber irgendwie hat mich der Ort nicht mehr losgelassen.“

Schnell war für sie klar, dass sie die große, meist ungenutzte Fläche des Braschplatzes mit den Skulpturen aus Weidengeflechten, mit denen sie seit 2 Jahren arbeitet, bespielen will. Sie schaut rüber zu dem begehbaren Buch und sagt. “Das ist wie zeichnen in der Luft.“ Im November war sie zum ersten Mal in Neuruppin. Schnell stand für sie fest, dass sie das Projekt machen will. Seit Ostern fuhr sie dann jedes Wochenende in die Fontanestadt, um in den Gärten von Neuruppinern an den Skulpturen zu arbeiten, weil ihr Berliner Atelier zu klein ist. „Da kriegst du einfach den Schlüssel von den Leuten“, erzählt sie erstaunt vom vertrauen der Neuruppiner, bei denen sie arbeiten durfte. Der Braschplatz soll durch ihr Projekt zum Treffpunkt werden. Jeder ist seit Sonnabend eingeladen, nachmittags von 13.30 bis 18.30 Uhr vorbeizukommen und die Skulpturen oder auch den Pavillon zu gestalten. In diesem Zeitraum ist sie mit der Berliner Künstlerkollegin Michaela Hartmann vor Ort, schraubt, malt, hämmert.

Vormittags tummeln sich auf dem Platz verschieden Schulklurse. Am Mittwochmorgen wurden Fische und Boote für den kleinen See gestaltet, doch auch nachmittags kommen regelmäßig Leute vorbei. “Bisher ist das Konzept des Treffpunktes super aufgegangen.“ Manche kommen fast täglich zum Quatschen und Werkeln vorbei……

 




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