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Nele Probstübers Jahr… / Malerei18.10. - 06.12.2012Mannheimer Kunstverein
Nele Probst macht Bilder, die wir eigentlich aus eigener Anschauung kennen könnten. Erstmal malt sie nicht nur, nein, da wird auch collagiert, mit Stoff, mit Ausrissen aus Zeitschriften und Schrift taucht auch noch auf. Es ist unsere Welt, wie wir sie kennen, aber durch die individuelle Brille der Künstlerin betrachtet. Wir haben Landschaften, Stadtlandschaften, Interieurs und Szenen des Alltags. Nicht alle sind freundlich, eben aus dem Leben gegriffen. „So wie es ist“ steht über einer Szene, in der einer mitten ins Gesicht geboxt wird. Daneben steht einer mit Pistole, dahinter ein Pinguin. Ja, unsere Welt kann manchmal ganz schön kalt sein, und das nicht nur im Winter. Das, was tagtäglich geschieht, in der U-Bahn, auf der Strasse, im Café und zuhause, Gutes wie Schlechtes, hält die Künstlerin fest. Sie beobachtet das Leben und seine Veränderungen, auch die Geschwindigkeit, mit der uns vieles entgleitet. Der Eindruck von Geschwindigkeit, des Entrinnens des Bildes, bzw. dessen ständige Veränderung hat schon Paul Cézanne thematisiert, der einmal sagte: Man muss sich beeilen, wenn man noch etwas sehen will. Alles verschwindet. Früher verweilte man in Arkadien, heute ist man durch, ehe man es bemerkt hat. Nicht dass wir deshalb mehr sehen, im Gegenteil, die Geschwindigkeit lässt die Bilder schneller verblassen. Genau deshalb brauchen wir die Malerei, die sie für uns festhält. Pressekontakt: Eröffnung: Ausstellungsort: |
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